Praxis Dr. med. Bludau

Innere / Allgemeinmedizin

Adventszeit, Weihnachten, Neujahr, Dreikönigsfest: nun beginnt die Zeit des Schlemmens wieder. Und mancher stellt sich zurecht die Frage: „Was sagen meine Blutfettwerte – darf ich nach Lust und Laune essen, oder muss ich aufpassen?“ Ist der Cholesterinspiegel dauerhaft erhöht, kann es zu Ablagerungen in den Arterien und in der Folge zu ihrer Verkalkung, zum Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Aber ab wann ist er zu hoch?

Der Referenzwert des Gesamtcholesterins liegt bei 200mg/dl. Wichtig zu wissen sind jedoch die Werte der einzelnen Bestandteile, des sogenannten „schlechten“ LDL wie „guten“ HDL und die neuen medizinischen Empfehlungen! Es geht nicht mehr vorrangig um den Cholesteringehalt der Nahrung – das Hühnerei ist rehabilitiert – sondern viel mehr um deren Gehalt an gesättigten und ungesättigten trans-Fetten. Sie sind es, die unser Cholesterin verändern und sie kommen vor allem industriell hergestellten Lebensmittel vor, in Frittiertem und Backwaren, in Keksen und Kartoffelchips, in Blätterteig, Instantsuppen und auch in den als gesund angepriesenen Frühstücksflocken. Neben diesen trans-Fetten hat das Verhältnis der Gesamt-Kalorienmenge zu unserer körperlichen Aktivität einen wesentlichen Einfluss auf unser Cholesterin!

Der Cholesterinspiegel lässt sich heute schnell und präzise durch eine Blutuntersuchung ermitteln – schon wenig später wissen Sie, wie es um Ihre Blutfette steht. Damit Sie gesund durch die anstehenden Schlemmerwochen kommen, bieten wir vom 1.-31. Dezember eine Bestimmung Ihres Cholesterinspiegels für 30€ an.

Durchfall, Bauchschmerzen und/ oder Blähungen, Übelkeit und Erbrechen – diese Symptome können auf eine Infektion mit „Giardia lamblia“ hinweisen, einem Parasiten, der sowohl Menschen als auch viele Tierarten befällt und fäkal-oral übertragen wird.

Das heißt, die Zysten (widerstandsfähige Dauerformen) der einzelligen Giardien, auch Lamblien genannt, werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Übertragung von Mensch zu Mensch geschieht durch unzureichende Hygiene, zum Beispiel, wenn die Hände nach der Toilettenbenutzung nicht ausreichend gereinigt werden. Indirekt steckt man sich durch verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel, wie Rohkost aus Freilandanbau, sowie durch schwimmen in verschmutzten Gewässern an. 

Weiterlesen: Giardiasis

Auch wenn man es vor sich herschiebt oder am liebsten gar nicht daran denkt: Das Thema Darmkrebsvorsorge geht jeden von uns an. Natürlich ist die Untersuchung eine sensible und intime Sache, doch sie kann lebensrettend sein.

Da Darmkrebs kein einheitliches Krankheitsbild ist, sondern viele verschiedene Symptome auslösen kann, wird er oft nicht oder zu spät erkannt. Wichtig für die Früherkennung von Darmkrebs sind Vorsorgeuntersuchungen für Patienten ab dem 50. Lebensjahr. Dadurch kann der behandelnde Arzt das Darmkrebsrisiko einschätzen und im Verdachtsfall weitere Untersuchungen durchführen.
Zur Vorsorge gehört das Abtasten des Mastdarms im Rahmen einer allgemeinen körperlichen Untersuchung und eine Laboranalyse des Stuhls auf nicht sichtbares Blut. Alle 5 Jahre sollte man eine vollständige Darmspiegelung machen lassen.

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft verringert zudem eine gesunde Lebensweise die Gefahr von Darmkrebs. Dazu gehören:

  • eine vollwertige Ernährung mit viel Gemüse, etwas Obst, Fisch und Bio-Geflügel, Ölen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Distel-, Lein-, Oliven- oder Sonnenblumenöl
  • wenig tierische Fette und rotes Muskelfleisch
  • ein regelmäßiger Stuhlgang
  • Normalgewicht
  • viel Bewegung im Alltag und sportliche Aktivität
  • Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden

Völlig verhindern lässt sich Darmkrebs durch diese Maßnahmen allerdings nicht, da neben der erblichen Vorbelastung auch weitere, unbekannte Faktoren eine Rolle spielen. Deshalb ist eine Vorsorgeuntersuchung auch für Menschen, die gesund leben, wichtig.

publiziert im Fuerteventura Magazin HOY

Fettpolster an Hüfte und Po sind vielleicht nicht schön, gefährlicher für unsere Gesundheit ist jedoch ein dicker, auch nicht schöner Bauch. In unserem Körper gibt es zwei Arten von Fettgewebe. Das subkutane, also unter der Haut gelegene Fett ist von außen zum Beispiel an Po und Hüfte sichtbar. Es ist ein ziemlich passives Gewebe, das hauptsächlich als Energiespeicher für schlechte Zeiten dient und uns warm hält. 

Das viszerale Fett bildet sich in der Bauchhöhle rund um die Organe. Zuviel davon steigert das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes mellitus, was in Herzinfarkt und Schlaganfall münden kann. Um herauszufinden, wie es mit dem eigenen Körper aussieht, ist der berühmte Body-Mass-Index, kurz BMI, ungeeignet, da er nicht die Verteilung des Körperfetts berücksichtigt. Menschen mit Normalgewicht, die jedoch einen großen Bauchumfang haben, sind also trotz ihres BMI-Werts <25 gefährdet. Eine einfache Methode ist das Messen mit einem Maßband: Liegt der Taillenumfang beim Mann über 102cm und bei der Frau über 88cm, hat das Bauchfett ein kritisches Ausmaß erreicht. 

Die gute Nachricht: Wenn der Körper Energie braucht, baut er als erstes sein Viszeralfett ab. Sport, eine ausgewogene, nicht zu kalorienreiche Ernährung und vor allem möglichst viel Bewegung im Alltag lassen die Pfunde schmelzen. Hat man 100 Gramm Viszeralfett verbraucht, ist die Taille schon rund einen Zentimeter schlanker und man selbst ein Stück gesünder.

publiziert im Fuerteventura Magazin HOY 

Eine Obst- und Fruchtdiät eignet sich nicht zum Abspecken!

Ein ‚Smoothie‘ am Morgen ist eine gute Sache – solange man mit dem frischen Fruchtcocktail nicht abnehmen will…

Süße Früchte enthalten, vor allem in getrockneter Form, hochkonzentriert Fruchtzucker. Das klingt zwar gesünder als „Zucker“, jedoch ist Fructose, genau wie Glucose, ein Einfachzucker (unser Tafelzucker ist übrigens eine 1:1 Mischung aus beiden).

Schlimmer noch: Während Glucose über Verdauungstrakt und Blutbahn rasch an die Stellen gelangt, wo sie durch Energieverbrauch gerade benötigt wird, wie zum Beispiel im Gehirn, im Muskelgewebe und später auch im Fettgewebe, 'fließt' die Fructose unreguliert dorthin, wo die Konzentration gerade niedriger ist. Und ohne, dass sie dort gebraucht würde.

Rund 90% der Fructose, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen, gelangt in die Leber und wird hier in ihre Einzelteile zerlegt. Einige dieser Teilchen, die sogenannten Triglyceride (die übrigens auch durch den Zucker im Alkohol entstehen), lagern sich als Depotfett sowohl in der Leber ab, als auch in der Muskulatur, wo es als Energiespeicher für schlechte Zeiten dient. Einfach gesagt: Da wir heute weder schwere körperliche Arbeit verrichten, noch harte Winter überstehen müssen, bleibt uns dieses Depotfett als Übergewicht erhalten.

Wer Abspecken will, sollte eine Diät mit frischen Salaten und Gemüsen der Saison machen, nicht mit Frucht-Smoothies!

publiziert im Fuerteventura Magazin HOY

Diabetes mellitus ist weltweit auf dem Vormarsch. Wie früher die Infektionskrankheiten, so breitet sich diese Stoffwechselkrankheit in Industrienationen aus. Je dicker die Menschen werden, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie an einem Diabetes mellitus Typ 2 erkranken. Aber auch die genetisch bedingte Form, Diabetes mellitus Typ 1, nimmt zu.
Diabetes mellitus bezeichnet eine Störung im Insulinhaushalt und damit des Zuckerstoffwechsels, was zu einem erhöhten Glukosespiegel im Blut führt. Als Grenzwert für einen Diabetes gilt ein Blutzuckerspiegel von ≧ 200mg/dl venösem Blut zu einem beliebigen Zeitpunkt am Tag. Nüchtern gemessen, liegt der Grenzwert bei 126 mg/dl.
Spricht man von „Diabetes“, ist meist ein Diabetes mellitus Typ 2 gemeint, die bei weitem häufigste Form. Bei älteren Menschen und Schwangeren kommt es vor, dass in der Bauchspeicheldrüse weniger Insulin als nötigt produziert wird, also Insulinmangel herrscht. 
In der Spätphase eines Diabetes mellitus Typ 2 sowie beim Metabolischen Syndrom, mit dem man starkes Übergewicht, ‚entgleisten’ Zucker- und Fettstoffwechsel sowie Bluthochdruck benennt, ist zwar genügend Insulin vorhanden, dessen Wirkung jedoch eingeschränkt. Dieser Zustand wird als Insulinresistenz bezeichnet. Da sich diese oft durch unbestimmte Symptome wie Müdigkeit, Schwäche oder Hungergefühl bemerkbar macht, wird ein Typ 2-Diabetes meist zufällig bei einer Laboruntersuchung durch den Arzt entdeckt. 
Als klassische Risikofaktoren, durch die sich die Krankheit manifestiert, gelten Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen. 
Mit einer bewussten Ernährung und regelmäßiger körperliche Aktivität lässt sich die Krankheit deutlich beeinflussen, die Medikamenteneinnahme reduzieren und die Einstellung des Blutzuckers besser steuern. Die gefürchteten Unterzuckerungen, die mit Schwächeanfällen, Muskelzittern, Herzklopfen, innerer Unruhe, Schweißausbrüchen, Verwirrtheit sowie Störungen der Bewegungskoordination, Orientierung und Konzentration einher gehen, werden seltener.
 
publiziert im Fuerteventura Magazin HOY

Schätzungsweise sind weltweit etwa 210 Millionen Patienten an COPD erkrankt, laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist sie die dritthäufigste Todesursache überhaupt.

Die Abkürzung COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease (dt.: chronisch obstruktive Lungenkrankheit). Warnhinweise wie andauernde Atembeschwerden und anhaltender Husten in Verbindung mit zähflüssigem Schleim sind die Vorboten für eine chronische Entzündung der Atemwege. 

Die Ursache sind Schadstoffe, wie sie zum Beispiel im Zigarettenrauch oder Feinstaub vorkommen, die sich in der Lunge festsetzen und dort entzündliche Prozesse auslösen. Solange die Symptome sporadisch auftreten, können sich die Veränderungen der Lunge noch zurückbilden, sofern die Ursache beseitigt wird. Wenn nicht, kann sich aus der chronischen Bronchitis eine COPD entwickeln. Es kommt zum schrittweisen Abbau der Lungenbläschen (Lungenemphysem), was zu einer Überblähung der Lunge (Hyperinflation) führt. Sie verliert zunehmend ihre Funktionsfähigkeit, das Atmen fällt den Betroffenen schwerer und durch die Luftnot lässt ihre Leistungsfähigkeit entsprechend nach. Zu Beginn macht sich das vor allem bei Anstrengungen bemerkbar, in einem fortgeschrittenen Stadium auch im Ruhezustand.

Die chronisch obstruktive Lungenkrankheit ist nicht heilbar, jedoch gibt es in allen Stadien medizinisch-therapeutische Möglichkeiten, die das Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Der erste und wichtigste Schritt ist ein sofortiger Rauch-Stopp, ohne diesen ist jede weitere Behandlung sinnlos. 

Die Therapie besteht aus der Einnahme bestimmter Medikamente, körperlichen Aktivitäten, einer Atemtherapie, einer Ernährungsumstellung sowie verschiedener vorbeugender Maßnahmen.

Werden diese medizinischen Anleitungen strikt befolgt, hat der Patient eine gute Chance, seine Lungengesundheit zu erhalten oder sogar zu verbessern.

publiziert im Fuerteventura Magazin HOY

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Die nächste Sprechstunde unserer Gynäkologin Frau Dr. Karin Gorthner ist am Freitag, den 27.09.2019.

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